Er fürchtete, die Strafgerichte Gottes würden über ihn kommen

Beinahe hätte König Noa den Propheten Abinadi, der ihm und seinen falschen Priestern Strafe für Auflehnung gegenüber Gott angekündigt hatte, freigelassen: „Und nun war König Noa nahe daran, ihn freizulassen, denn er fürchtete sein Wort; denn er fürchtete, die Strafgerichte Gottes würden über ihn kommen. 12  Aber die Priester erhoben ihre Stimme gegen ihn und fingen an, ihn anzuklagen, nämlich: Er hat den König geschmäht. Darum wurde der König zum Zorn gegen ihn aufgestachelt, und er gab ihn hin, auf dass er getötet würde.“ (Mosia 17:11-12). Hierbei kommt mir sofort das Verhör von Jesus vor Pilatus, der danach auch dem Volk mitteilte, dass er keine Schuld an ihm finden könne, das Volk ihn dennoch drängte, Jesus zu kreuzigen, in den Sinn (Johannes 38:38; Markus 15:14-15).

Was gilt als moralisch richtiges Handeln und welche Motivation liegt diesem zugrunde? Bei König Noa war die Motivation Angst davor, dass sich die negativen Vorhersagen Abinadis erfüllen könnten: „er fürchtete, die Strafgerichte Gottes würden über ihn kommen.“ Entscheidungen für richtiges Handeln sollten sich aus der richtigen Einstellung und der persönlichen Haltung ergeben, die aufgrund innerer Neigungen resultieren. Will ich also moralisch richtig handeln, muss ich an meiner Einstellung arbeiten, Tugenden entwickeln (2. Petrus 1:5-7). Der Herr fordert uns auf, uns voll Eifer einer guten Sache zu widmen und viel Rechtschaffenes aus freien Stücken zu tun (Lehre und Bündnisse 58:26-28). Wie gehst du vor, um herauszufinden, welches die Beweggründe deines Handelns sind?

"I struggled for years to understand what motivates me to do the things I do. Only took the jury five minutes."

„I struggled for years to understand what motivates me to do the things I do. Only took the jury five minutes.“

„Ich brauchte Jahre um die Motive meines Handelns zu ergründen.
Die Jury brauchte dafür nur fünf Minuten.“
(Quelle)

Er gebot ihnen, den Sabbattag zu beachten und heiligzuhalten

Alma der Ältere forderte die von ihm Getauften auf: „Und er gebot ihnen, den Sabbattag zu beachten und heiligzuhalten, und auch jeden Tag sollten sie dem Herrn, ihrem Gott, danken.“ (Mosia 18:23).

  • Sabbattag heilighalten
    Wer kennt nicht das dritte der Zehn Gebote, die der Herr dem Mose um die 1300 v. Chr. auf dem Berg Sinai gegeben hat: „Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig!“ mit weiteren Erklärungen (Exodus 20:8-11). Zuzeiten Mose stand die Entweihung des Sabbattages unter Todesstrafe (Exodus 35:2). Wie Christus diesen Tag der Ruhe heiligte, lesen wir im Neuen Testament in diversen Beispielen. Wir lesen auch, dass der Menschensohn der Herr über diesen Tag ist (Matthäus 12:8). Wie geht der Mensch heute mit diesem Gebot um? Im Wesentlichen wird er zur Freizeitgestaltung genutzt. Was heutige Kirchenführer zu dem Thema sagen lies auf dieser Seite: Führer der Kirche rufen zu besserer Einhaltung des Sabbats auf.
  • Jeden Tag dem Herrn danken
    Wenn dir etwas Gutes angetan wird, so bist du sicherlich dankbar und das nicht nur in Gedanken, sondern du gibst diesen auch Worte, u. U. auch Taten. Gott tut uns jeden Tag etwas Gutes, wie sieht es da mit unserem Dank aus?

Er gebot ihnen, den Sabbattag zu beachten und heiligzuhalten. Ich bemühe mich jeden Sonntag heiligzuhalten, indem ich meine Bündnisse, die ich mit dem Herrn geschlossen habe, beim Abendmahl erneuere (Lehre und Bündnisse 20:77,79) und mich im Wort des Herrn unterweisen lasse und lerne, was ich in meinem Leben wie verbessern kann. Dazu gehört dann auch, dass ich etwas davon in der folgenden Woche umsetze (Jakobus 1:22). Dank sage ich dem Herrn fast laufend, da mein Herz davon überfließt (Alma 34:38). Was machst du am Sabbat und wie bringst du deinen Dank gegenüber Gott zum Ausdruck?

sabbatheiligung
Wenn wir den Sabbat heilighalten, werden wir geheiligt!
(Quelle; lies gerne auch die Botschaft unter dem Bild)

Dies wird am letzten Tag als ein Zeugnis gegen euch dastehen

Du weißt sicherlich, wie jeder geladene Zeuge vom Richter vor der Befragung belehrt wird. Dies klingt etwa so: „Sie wissen, dass sie vor Gericht die Wahrheit und nichts als die Wahrheit sagen müssen. Andernfalls machen sie sich strafbar.“ Ein Zeuge steht also für die Wahrheit.

So sagt auch Abinadi gegenüber König Noa und dessen selbst ernannten Priestern, dass seine Worte, und die Handlungen der Schurken, als Zeugnis gegen sie vor Gott dastehen werden: „Ja, und ich werde bis zum Tod leiden, und ich werde meine Worte nicht widerrufen, und sie werden als ein Zeugnis gegen euch dastehen. Und wenn ihr mich tötet, werdet ihr unschuldiges Blut vergießen, und auch dies wird am letzten Tag als ein Zeugnis gegen euch dastehen.“ (Mosia 17:10).

Dies wird am letzten Tag als ein Zeugnis gegen euch dastehen. Am letzten Tag stehen wir alle vor unserem gerechten Richter, Jesus Christus (Johannes 5:22), und werden nach unseren Taten gerichtet (1. Nephi 10:20), seien sie gut oder seien sie böse (Alma 11:44). Unsere Taten sind im Gericht gegenwärtig und bezeugen die Wahrheit. Diejenigen, die uns die Worte Gottes und sein Gesetz gelehrt haben stehen ebenfalls als Zeugen zur Verfügung. Alles wurde auch noch schriftlich in Büchern festgehalten (Lehre und Bündnisse 128:6-7). So kann der Herr dann, gestützt auf Zeugen, ein gerechtes Urteil fällen. Dieses Urteil legt unsere zukünftigen Möglichkeiten fest (Alma 3:26). Deshalb müssen wir jetzt und hier handeln (Lehre und Bündnisse 132:21-23). Ich denke, jeder wünscht sich für seine Zukunft nur das Beste. Was musst du tun, um eine möglichst gute Ausgangsbasis für deine ewige Zukunft, deine weitere Entwicklung, zu erarbeiten?

abinadi vor noa

Abinadi vor König Noa (Quelle)

Ich werde die Worte, … nicht widerrufen, denn sie sind wahr

In den sozialen Medien ist es leicht gefälschte bzw. manipulierte Meldungen zu platzieren, um eigene niedrige Ziele zu erreichen. Gerade im Zuge der Flüchtlingskrise können wir dieses Phänomen erleben. Denjenigen, denen solche Meldungen passen, oder die sie gutgläubig als wahr hinnehmen, posten sie dann gerne weiter und so verbreiten sich vermeintliche Wahrheiten rasant in der gesamten Welt und können ungeahnten Schaden anrichten. Wie sieht es mit einem Widerruf aus?

Von einem Widerruf seiner ausgesprochenen Wahrheiten darüber, dass Gott selbst auf die Erde kommen würde, wollte Abinadi nichts wissen, obwohl ihm die Todesstrafe angedroht wurde (Mosia 17:8): „… Ich sage euch, ich werde die Worte, die ich in Bezug auf dieses Volk zu euch gesprochen habe, nicht widerrufen, denn sie sind wahr; und damit ihr wisst, dass sie gewiss wahr sind, habe ich selbst es zugelassen, dass ich euch in die Hände gefallen bin.“ (Mosia 17:9).

Was fällt leichter, sich zu Unwahrheiten zu bekennen und sie zu widerrufen, oder Wahrheiten widerrufen, obwohl man genau weiß, dass Gott es auch weiß?

  • Wahrheit nicht widerrufen
    • Joseph Smith hat in seiner ersten Vision Gottvater und seinen Sohn gesehen. Er hat es kundgetan und trotz Androhung von Leid und Tod nicht widerrufen (JS-Lebensgeschichte 1:25).
  • Unwahrheit bekennen
    • So hat Ijob widerrufen, was er über Gott gesagt hat, das er nur vom Hörensagen wusste (Ijob 42:5-6). Er hat wohl an der Größe und Macht des Herrn gezweifelt (Ijob 40:8) und musste dann erkennen, dass er sich geirrt hat (Ijob 42:1-3).
    • Obwohl Scherem es besser wusste, leugnete er die Existenz von Jesus Christus. Im Angesicht seines Todes widerrief er seine Falschaussage (Jakob 7:17).
  • Gebieten und widerrufen
    • Der Einzige, dem dies im Rahmen des Reiches Gottes nach eigenem Ermessen zusteht, ist der Herr selber (Lehre und Bündnisse 56:4).

Ich werde die Worte, … nicht widerrufen, denn sie sind wahr. Evangeliumswahrheit, nachdem ich sie erkannt habe zuerst bekennen und sie dann widerrufen, das ist nicht meine Sache. Wie gehst du damit um?

petrus verleugnet jesus

Jesus wird von Petrus verleugnet (Matthäus 26:69-75; Quelle, siehe dir dort auch den 4:20-minütigen Videoclip an)

Wir haben eine Anklage gegen dich gefunden

Drei Tage hatte König Noa mit seinen falschen Priestern beraten, um herauszufinden, wessen sie Abinadi beschuldigen könnten (Mosia 17:6). Danach ließ er ihn aus dem Gefängnis vor sich bringen: „Und er sprach zu ihm: Abinadi, wir haben eine Anklage gegen dich gefunden, und du verdienst den Tod. 8  Denn du hast gesagt, Gott selbst werde unter die Menschenkinder herabkommen; und aus diesem Grund sollst du nun hingerichtet werden, wenn du nicht alle Worte widerrufst, mit denen du Schlechtes in bezug auf mich und mein Volk gesprochen hast.“ (Mosia 17:7-8).

Dieses Ereignis erinnert mich stark daran, wie die Juden krampfhaft nach einem Anlass suchten Jesus töten zu können. Jesus wurde nach dem Matthäusevangelium ergriffen und vor den Hohepriester Kajaphas (amtierender Hohepriester von 18-36 n. Chr.), die Schriftgelehrten und Ältesten, gebracht. In den anderen Evangelien lesen wir, dass sie ihn vor Hannas brachten und der ihn dann zu Kajaphas bringen ließ (Johannes 18:24). Dies rührt daher, dass die Römer den eigentlichen Hohepriester Hannas abgesetzt hatten und eigenmächtig seinen Schwiegersohn Kajafas einsetzten. Dessen ungeachtet suchten sie zusammen nach falschen Zeugen, fanden aber nichts, womit sie ihn hätten anklagen können. Auf das, was sie vorbrachten verteidigte Christus sich nicht. Daraufhin fragte ihn Kajaphas, ob er der Sohn Gottes sei, was dieser indirekt bejahte. Endlich hatten sie ihrer Meinung nach, dem jüdischen Gesetz entsprechend, einen Anklagepunkt, auf den die Todesstrafe steht: Gotteslästerung (Matthäus 26:57-66). Sie schleiften Christus somit vor Pontius Pilatus, den Stadthalter des römischen Kaisers Tiberius in den Provinzen Judäa und Samaria, und klagten ihn an, wo er letztendlich zum Tode verurteilt wurde (Matthäus 27:22).

Wir haben eine Anklage gegen dich gefunden. Wie häufig kommt es vor, dass man jemanden eines Vergehens anklagt, dessen er nicht schuldig ist und somit sein Ruf unwiederbringlich geschädigt wird. Wie leicht lässt man sich in einer ganzen Gruppe dazu hinreißen, jemanden, den man nicht leiden kann, oder der einem beruflich im Wege steht, zu mobben, psychisch zu terrorisieren, mit der Absicht ihn in Verruf zu bringen, leichtfertig in Kauf nehmend, ihm bleibenden Schaden zuzufügen. Da mache ich nicht mit, ich stelle mich offen dagegen, auch wenn es vielleicht zunächst nur den Anschein eines Spaßes haben sollte. Wie verhältst du dich in solchen Fällen?

mobbing

Mobbing bezeichnete ursprünglich ein Verteidigungsverhalten bei Tieren (Quelle)

Während er viele Tage lang verborgen war, schrieb er alle Worte nieder

König Noa hätte diesen jungen Alma auch umbringen lassen wollen: „Aber er floh vor ihnen und versteckte sich, so dass sie ihn nicht fanden. Und während er viele Tage lang verborgen war, schrieb er alle Worte nieder, die Abinadi gesprochen hatte.“ (Mosia 17:4).

Anderen Dienern des Herrn erging es auch so, dass sie sich verstecken sollten, als ihnen nach dem Leben getrachtet bzw. sie ausgestoßen wurden. Z. B.: Elija sollte sich am Bach Kerit östlich des Jordan verbergen (1. Könige 17:3); Ether verbarg sich in einer Felsenhöhle (Ether 13:13). Nicht zuletzt gebot ein Engel den jungen Eltern des Erlösers, nach Ägypten zu fliehen (Matthäus 2:13).

Während er viele Tage lang verborgen war, schrieb er alle Worte nieder. Alma der Ältere, nutze die Zeit seines Verstecktseins, um die gesprochenen Worte des Propheten Abinadi zum Nutzen der Nachwelt aufzuschreiben. Wie dankbar bin ich doch diesen treuen Brüdern, die sich dieser Mühe unterzogen um uns, als ihren Nachkommen, auf solch wunderbare Weise zu dienen. Ich stelle mich der Aufgabe, auch für meine Nachkommen etwas aufzuschreiben, und du?

Ein zweiter Aspekt, der mir aufgrund aktuellster Ereignisse auffällt: Flüchtlinge. Diener des Herrn mussten fliehen, weil sie dem Herrn gehorsam waren, ja sogar das junge Jesuskind musste mit seinen Eltern seine Heimat fluchtartig verlassen, um in der Fremde Schutz für Leib und Leben zu finden. Wie aktuell ist denn das? Ich heiße Flüchtlinge willkommen und versuche in dem Rahmen zu helfen, in dem ich kann. Wie gehst du mit dieser Problematik um?

joseph flieht mit dem Jesuskind

Joseph flieht mit dem Jesuskind aus Jerusalem (Quelle; sieh dir gerne den sechsminütigen Clip „The First Christmas spirit“ an)

Einer unter ihnen, dessen Name war Alma, … glaubte den Worten, die Abinadi gesprochen hatte

Nachdem Abinadi nun seine Worte an König Noa und dessen selbsternannte Priester beendet hatte, begab sich Folgendes: „Aber es war einer unter ihnen, dessen Name war Alma, und er war auch ein Abkömmling Nephis. Und er war ein junger Mann, und er glaubte den Worten, die Abinadi gesprochen hatte, denn er wusste von dem Übeltun, das Abinadi gegen sie bezeugt hatte; darum fing er an, dem König mit Bitten zuzusetzen, er möge auf Abinadi nicht zornig sein, sondern zulassen, dass er sich in Frieden entferne.“ (Mosia 17:2).

Aus Vers 1 geht hervor, dass dieser Alma (nachdem er später einen Sohn selben Namens hat, bekommt er den Zusatz `der Ältere´) einer, der von Noa selbst ernannten Priester war. Er hörte die Worte Abinadis und erkannte, dass dieser die Wahrheit sagte, und glaubte ihm. Seine Bitte führte dazu, dass Noa noch wütender wurde und außer Abinadi auch Alma töten lassen wollte (Mosia 17:3).

Einer unter ihnen, dessen Name war Alma, … glaubte den Worten, die Abinadi gesprochen hatte. Außer seinem großen Mut erscheint mir seine Jugend in diesem Zusammenhang als bemerkenswert. Zeigt es doch wieder, dass junge Menschen unvoreingenommener gegenüber Gottes Wort sind. Ich denke daran, dass der Herr einen jungen Mann, Joseph Smith (1805-1844), mit 14 Jahren dazu auserkoren hat, ein letzte mal vor seinem zweiten Kommen, die Fülle seines Evangeliums auf Erden wieder aufzurichten. Auch er stand der Wahrheit unvoreingenommen gegenüber, obwohl es einen riesigen Streit über die Auslegung der Bibel gab (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:1-20). Ich selber durfte auch im jugendlichen Alter von 15 Jahren erkennen, dass Joseph Smith ein Prophet war und im Auftrag des Herrn sein Evangelium und seine Kirche wiederhergestellt hat, da sie mit dem gewaltsamen Tod seiner neutestamentlichen Apostel verloren ging. Wie unvoreingenommen stehst du dem Evangelium von Jesus Christus gegenüber?

die erste vision

Die erste Vision 1820 (Quelle)

Lehrt auch, dass es ein Schatten dessen ist, was kommen wird

Im zweiten Teil von Friedrich Wilhelm Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ (1882/83) hört dieser im Traum zu sich eine lautlose Stimme sagen: „Oh Zarathustra, du sollst gehen als ein Schatten dessen, was kommen muss: so wirst du befehlen und befehlend vorangehen.“

Abinadi spricht um 148 v. Chr. zu König Noah, in Bezug auf das Gesetz des Mose, in einer Form, die ganz ähnlich klingt (scherzhaft: man könnte meinen, Nietzsche habe das übernommen): „Darum, wenn ihr das Gesetz des Mose lehrt, dann lehrt auch, dass es ein Schatten dessen ist, was kommen wird — 15  lehrt sie, dass die Erlösung durch Christus, den Herrn, kommt, der wahrhaftig der ewige Vater ist. Amen.“ (Mosia 16:14-15).

Lehrt auch, dass es ein Schatten dessen ist, was kommen wird. Wie kann etwas ein Schatten dessen sein, was kommen wird? Das Licht muss von hinten auf das Objekt fallen, dann liegt der Schatten vor dem, was kommt. Christus stand vor dem Licht und so war das Gesetz des Mose sein Schatten, und es deutete in all seinen Verrichtungen symbolhaft auf ihn hin. Dadurch sollte das Volk täglich an ihn und an seine Pflichten ihm gegenüber erinnert werden (Mosia 13:30). Seit Christus als Mensch auf Erden das Sühnopfer vollbracht hatte, ist das Licht vor ihm und der Schatten, das Gesetz des Mose, der alte Bund, hinter ihm. Das Gesetz des Mose ist erfüllt (3. Nephi 9:17) und Christus führte als Erinnerung an ihn den neuen Bund, das Abendmahl als ständige Erinnerung an ihn ein (Lukas 22:19-20). Mit der Einnahme versprechen wir jedes Mal, dass wir seinen Namen auf uns nehmen, immer an ihn denken und seine Gebote halten wollen. Was verspricht uns der Herr dafür? Wenn du spicken willst, lies hier nach.

schaten

(Quelle)

Die Arme der Barmherzigkeit waren ihnen entgegengestreckt

Abinadi erklärt, dass man zu endlosem Glücklichsein oder zu endloser Verdammnis auferstehen wird: „Selbst dieses Sterbliche wird Unsterblichkeit anziehen, und dieses Verwesliche wird Unverweslichkeit anziehen und wird dazu gebracht werden, vor dem Gericht Gottes zu stehen, um von ihm gemäß ihren Werken gerichtet zu werden, ob sie gut seien oder ob sie böse seien — 11  wenn sie gut sind, zur Auferstehung endlosen Lebens und Glücklichseins; und wenn sie böse sind, zur Auferstehung endloser Verdammnis, und werden dem Teufel übergeben, der sie unterworfen hat, und das ist Verdammnis —, 12  denn sie sind gemäß ihrem eigenen fleischlichen Wollen und Wünschen gegangen; sie haben nie den Herrn angerufen, solange ihnen die Arme der Barmherzigkeit entgegengestreckt waren; denn die Arme der Barmherzigkeit waren ihnen entgegengestreckt, und sie wollten nicht; sie wurden vor ihren Übeltaten gewarnt, und doch wollten sie nicht von ihnen lassen; und es wurde ihnen geboten umzukehren, und doch wollten sie nicht umkehren.“ (Mosia 16:10-12).

  • Selbst dieses Sterbliche wird Unsterblichkeit anziehen, und dieses Verwesliche wird Unverweslichkeit anziehen
    Im Brief an die Korinther schreibt Paulus in ganz ähnlicher Weise über die Auferstehung (1. Korinther 15:53-54) und an Timotheus schreibt er, dass Christus es war, der den Tod zunichtegemacht hat (2 Timotheus 1:10). Unsterblichkeit bedeutet, dass Geist und Leib des Menschen wiederhergestellt, wieder zusammengeführt werden (2. Nephi 9:13);
  • und wird dazu gebracht werden, vor dem Gericht Gottes zu stehen
    Nach unserer Auferstehung erwartet uns dann ein endgültiges Gerichtsverfahren. Vor Jesus Christus muss sich jeder Mensch (Johanes 5:22) für seine Handlungen auf Erden verantworten (Römer 14:10; 1. Nephi 10:20);
  • um von ihm gemäß ihren Werken gerichtet zu werden, ob sie gut seien oder ob sie böse seien
    An all unsere Werke werden uns klar und deutlich erinnern und außerdem sind sie auch in Büchern festgehalten (Offenbarung 20:12).
  • sie wurden vor ihren Übeltaten gewarnt, und doch wollten sie nicht von ihnen lassen
    Z. B. warnte Jesaja davor (Jesaja 1:16), oder in heutiger Zeit der Herr selber in einer Offenbarung an Joseph Smith im Jahre 1831 (Lehre und Bündnisse 43:11);
  • es wurde ihnen geboten umzukehren, und doch wollten sie nicht umkehren
    Unter Umkehr ist eine Wandlung von Herz und Sinn zu verstehen, die eine neue Einstellung zu Gott, zu sich selbst und zum Leben bewirkt. Es bedeutet, sich vom Bösen abzuwenden und Gott zuzuwenden (Ezechiel 18:30-31). Ebenso gebietet der Herr es uns heute, wie wir in neuzeitlicher Offenbarung an den Propheten Joseph Smith im Jahr 1831 lesen (Lehre und Bündnisse 133:16).

Die Arme der Barmherzigkeit waren ihnen entgegengestreckt. Diese Möglichkeit der Umkehr ist ein Teil der `Arme der Barmherzigkeit´, die er allen Menschen entgegenstreckt. Was empfindest du bei diesem Gedanken, dass der Herr uns die Arme der Barmherzigkeit entgegenstreckt?

arme der gerechtigkeit

(Quelle)

Sie sind fleischlich und teuflisch, und der Teufel hat Macht über sie

Von den Nachkommen Adams sagt Abinadi, der Prophet des Herrn um 148 v. Chr.: „Denn sie sind fleischlich und teuflisch, und der Teufel hat Macht über sie; ja, nämlich jene alte Schlange, die unsere ersten Eltern verleitet hat, was die Ursache ihres Falles war; was die Ursache dafür war, dass die ganze Menschheit fleischlich, sinnlich, teuflisch geworden ist und Böses von Gutem unterscheiden kann und sich dem Teufel unterwirft.“ (Mosia 16:3).

Als der Mensch sich im vorirdischen Dasein nicht mehr weiterentwickeln konnte, begann für ihn die nächste Entwicklungsstufe, und zwar mit Adam und Eva im Garten von Eden. Sie befanden sich noch in der Gegenwart des Herrn und er gebot ihnen von allen Früchten außer denen, vom Baum der Erkenntnis, zu essen, denn dann würden sie sicherlich sterben (Köstliche Perle 3:16-17). In einer Unterhaltung zwischen Satan und Eva, durch deren Mund der Schlange,  wurde Eva davon überzeugt, dass es für ihre weitere Entwicklung notwendig sei, doch von der verbotenen Frucht zu essen und sie tat es und gab auch Adam davon (Köstliche Perle Mose 4:6-12). So wurde der Mensch sterblich und aus der Gegenwart Gottes ausgestoßen (Köstliche Perle Mose 4:25,29,31).

Sie sind fleischlich und teuflisch, und der Teufel hat Macht über sie. Obwohl es im Plan Gottes keine Erbsünde gibt, haben wir aufgrund des Falls doch alle die Sterblichkeit vererbt bekommen und wir sind in eine Welt hineingeboren, in der Satan so viel Macht hat, wie wir ihm zugestehen. Der Prophet Joseph Smith hat über die Macht des Satans Folgendes gesagt: „Alle Wesen, die einen Körper haben, besitzen Macht über diejenigen, die keinen haben. Der Teufel hat nur so viel Macht über was, wie wir ihm einräumen. In dem Augenblick, wo wir uns gegen etwas, was von Gott kommt, auflehnen, ergreift der Teufel die Macht.“ (Lehren des Propheten Joseph Smith, Seite 184 f.; siehe auch hier). Somit sind wir ständig der Versuchung des `Fleischlichen´ (Galater 5:16-26) ausgesetzt und unterliegen ihr allzu häufig (Ether 3:2), können aber zwischen Gut und Böse unterscheiden (Köstliche Perle Mose 4:11) und frei wählen (Lehre und Bündnisse 29:39). Welche Gedanken bewegen dich, wenn du über den Sinn der heute betrachteten Schriftstelle nachdenkst?

der herr redet mit mose

Der Herr offenbart Mose den Erlösungsplan (Quelle)