Ehre deinen Vater und deine Mutter (5. Gebot)

Bei einigen Völkergruppen wird die durch eine `abtrünnige Tochter´ (seltener auch Sohn, die oder der z. B. eine/n auserwählte/n EhepartnerIn ablehnt – Zwangsheirat) verloren gegangene Ehre der Familie durch `Ehrenmord´ wiederhergestellt. So ist selbstredend das fünfte Gebot Gottes natürlich nicht zu verstehen: „Ehre deinen Vater und deine Mutter, auf dass deine Tage lange währen in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.“ (Mosia 13:20; vergleiche Exodus 20:12).

Ehre deinen Vater und deine Mutter – im Übrigen das einzige Gebot, auf das eine Verheißung ausgesprochen ist. Zu den stärksten positiven Kräften in der Welt gehört die Liebe der Eltern zu ihren Kindern und umgekehrt. Gute Eltern spornen aufgrund ihrer Liebe ihre Kinder an, ein gutes Leben zu führen. Mein Vater hat mir gezeigt, wie weit seine Liebe zu mir ging, indem er lieber Haue auf sich genommen hätte, wenn ich etwas Unrechtes getan hatte, anstatt dass ich sie bekommen sollte, meine Mutter hat meine Einstellung zu Gott und unserem Dasein durch ihren festen Glauben geprägt. Ich ehre sie beide dafür dadurch, dass ich ständig daran arbeite, ihrem Vorbild immer näherzukommen und ihnen in diesen Dingen mit all meiner Kraft nacheifere. Ach und noch ein Gedanke: Du und ich, wir haben auch himmlische Eltern, auf sie beziehe ich dieses Gebot ebenso. Wie ehrst du deine Eltern?

eltern ehren

(Quelle)

Gedenke des Sabbattags, dass du ihn heiligst (4. Gebot)

Wenn Menschen meinen, sie könnten sieben Tage in der Woche durcharbeiten, so werden sie ganz schnell merken, dass das an die Gesundheit geht. Sie brauchen nach einer bestimmten Zeit zumindest einen Tag an dem sie von ihrer normalen Arbeit ruhen können. Umsonst hat der Herr nicht dieses Gebot gegeben: „Gedenke des Sabbattags, dass du ihn heiligst. 17  Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Arbeit verrichten; 18  aber am siebenten Tag, am Sabbat des Herrn, deines Gottes, sollst du keine Arbeit verrichten, du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren weilt; 19  denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist; darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn geheiligt.“ (Mosia 13:16-19; vergleiche Exodus 20:8-11).

Gedenke des Sabbattags, dass du ihn heiligst. Mir ist es wichtig, dass ich diesen Tag dem Herrn weihe. Wie mache ich das? Ich bereite mich in allen Dingen so auf den Tag vor, dass ich an ihm keine alltäglichen Arbeiten verrichte und auch dafür Sorge trage, dass ich andere nicht für mich arbeiten lassen brauche. Ich gehe in die Kirche und erneuere durch das Einnehmen des Abendmahls meine Bündnisse mit dem Herrn und nähre meinen Geist durch das Wort Gottes (Lehre und Bündnisse 59:9). Nach dem Kirchgang ruhe ich mich etwas aus und beschäftige mich weiter mit dem, was ich in der Kirche gelernt habe. Ich versuche den Sonntag so zu gestalten, dass ich Gott in besonderer Weise näher bin, als durch die Ablenkungen an den Arbeitstagen. Ich versuche ihn so zu verbringen, dass ich dem Herrn ein Zeichen gebe, dass ich ihn ehren und seine Gebote halten will. Hätte ich meine Familie um mich, würde ich sie in die Gestaltung mit einbeziehen. Und wenn ich einen Beruf hätte, wo ich auch mal an Sonntagen arbeiten müsste, so würde ich den freien Tag der Woche so gestalten, als wäre er der Sonntag, außer dem Besuch der Kirche. Wie gestaltest du den Tag des Herrn? Lies auch gerne folgenden Bericht: „Führer der Kirche rufen zu besserer Einhaltung des Sabbats auf“ (hier).

sabbatheiligung

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Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen (3. Gebot)

Kannst du dich an Situationen erinnern, in denen in deiner Schulzeit dein Name abgewandelt wurde, um dich damit vor anderen lächerlich zu machen? Hierdurch wurden deine Persönlichkeitsrechte verletzt, dein Ehrgefühl wurde herabgesetzt, dein Name wurde verunglimpft, du wurdest beleidigt. Es handelt sich dabei um Vergehen, die strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können, z. B. § 185 StGB – Beleidigung.

Abinadi zitiert in diesem Zusammenhang das 3. Gebot des Herrn: „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht für schuldlos halten, der seinen Namen missbraucht.“ (Mosia 13:15; vergleiche Exodus 20:7)

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen. Sollte ich den Namen des Herren unnötig oder in herablassender Weise oder respektlos, geringschätzend oder in Zusammenhang mit anderen vulgären Ausdrücken benutzen, so missbrauche ich ihn. Was tue ich, um dieses Gebot zu halten? Ich vermeide es auf jeden Fall, den Namen Gottes als auch den seines Sohnes – Jesus Christus als auch dessen Abwandlungen – und den des Heiligen Geistes gedankenlos zu benutzen, in welchem Zusammenhang auch immer. Ich benutze ihn voller Ehrfurcht und Respekt. Sollten andere in meiner Gegenwart den Namen des Herrn missbrauchen, bitte ich sie höflich zu überlegen, ob sie ihre Aussage nicht hätten anders formulieren können, da sie so den beleidigt hätten, dem wir unser Leben verdanken. Hierbei denke ich immer an die Begebenheit aus dem Leben von Präsident Spencer W. Kimball: Er musste sich einer Operation im Krankenhaus unterziehen. Ein junger Krankenpfleger hatte ihn auf eine Krankenliege gelegt und fuhr ihn zum OP. Als sie in den Aufzug kamen, stieß der Krankenpfleger mit der Liege an und fluchte unter Verwendung des Namens des Herrn. Präsident Kimball sagte, nur halb bei Bewusstsein: „Bitte! Bitte! Das ist mein Herr, dessen Namen Sie schmähen.“ Es war einen Augenblick lang totenstill, dann flüsterte der junge Mann mit kleinlauter Stimme: „Es tut mir leid!“ (siehe hier). Wie hütest du dich vor dem Missbrauch des Namens Gottes?

missbracuh des namens gottes

Stattdessen würde ich sagen: „Meine Güte“ (Quelle)

Du sollst dir kein Schnitzbild machen (2. Gebot)

Abinadi führt das zweite der zehn Gebote an: „Und nun erinnert euch, dass ich euch gesagt habe: Du sollst dir kein Schnitzbild machen noch irgendein Gleichnis von dem, was im Himmel oben ist oder was auf der Erde unten ist oder was im Wasser unter der Erde ist [siehe Mosia 12:36]. 13  Und weiter: Du sollst dich selbst nicht vor ihnen neigen, noch ihnen dienen; …“ (Mosia 13:12-13; vergleiche Exodus 20:4-5).

Du sollst dir kein Schnitzbild machen. Dieses Gebot stellt klar, dass wir uns keine eigenen Götzenbilder erschaffen dürfen, um sie dann anzubeten und ihnen Dienst irgendwelcher Art zu erweisen, wie es z. B. die Israeliten taten, als sie dachten, Mose kommt nicht mehr vom Berg Sinai zurück (Exodus 32:4-6). Für mich bedeutet das, dass ich mich nicht vor Statuen oder anderen Gottesbildern niederwerfen und sie anbeten werde, aber auch keinen übermäßigen Bezug auf oder Hingabe an irgendetwas anderes als an diesen einen Gott entwickle. Dies erreiche ich dadurch, dass ich keinen materiellen Besitz, menschliche Philosophien oder weltliches Ansehen meinem Schöpfer vorziehe (2. Nephi 9:30). Wie realisiere ich das: Ich sorge mich um die Grundbedürfnisse und stelle den Dienst an meinen Familienmitgliedern und an meinem Nächsten an die erste Stelle. Erst wenn dann noch Zeit übrig bleibt, kümmere ich mich um andere Dinge meines weltlichen Wohlstandes. Wie setzt du dieses Gebot in die Tat um?

GoldenesKalb.Exodus32

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Du sollst keinen anderen Gott haben neben mir (1. Gebot)

Abinadi zitiert den Nephiten das erste Gebot, das der Herr Mose auf dem Berg Sinai gegeben hat: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten geführt hat, aus dem Haus der Knechtschaft. 35  Du sollst keinen anderen Gott haben neben mir.“ (Mosia 12:34-35; vergleiche Exodus 20:2-3).

Du sollst keinen anderen Gott haben neben mir. Dieses Gebot stellt klar, dass wir Menschen nur einen einzigen allumfassenden Gott haben, nur ihn, den Schöpfer von Welten ohne Zahl, u. a. dieser unserer Erde, mit allem, was darauf ist (Köstliche Perle Mose 1:33). Die Christenheit vertritt somit den Monotheismus und unterscheidet sich hierin von Völkern, die dem Polytheismus anhängen, eben viele Gottheiten kennen und anerkennen (beispielhaft: Exodus 23:23-24). Für mich bedeutet das, dass ich mich bemühe, den Herrn mit ganzem Herzen zu lieben, indem ich ihm mit all meiner Macht, mit ganzem Sinn und all meiner Kraft im Namen von Jesus Christus diene (Lehre und Bündnisse 59:5) und dabei mein Augenmerk allein auf die Herrlichkeit Gottes richte (Lehre und Bündnisse 82:19) indem ich nicht mich in den Vordergrund stelle. Dies wiederum realisiere ich dadurch, dass ich meinem Mitmenschen diene (Mosia 2:17) und dem Herrn für diese Möglichkeit des Wachsens Dank erweise. Wie verstehst du dieses Gebot?

keinen anderen gott neben mir

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Nun lese ich euch die übrigen Gebote Gottes vor

Nachdem das Volk Nephi unter dem König Noa nun voll und ganz die Wege des Herrn verlassen hatte, erinnert Abinadi sie an die Gebote und will sie ihnen vortragen: „Und nun lese ich euch die übrigen Gebote Gottes vor, denn ich bemerke, dass sie euch nicht ins Herz geschrieben sind; ich bemerke, dass ihr für den größten Teil eures Lebens das Übeltun gelernt und gelehrt habt.“ (Mosia 13:11).

Nun lese ich euch die übrigen Gebote Gottes vor, denn ich bemerke, dass sie euch nicht ins Herz geschrieben sind. Wenn `einem etwas am Herzen liegt´, dann ist dies demjenigen äußerst wichtig und wertvoll. Er wird sich in besonderer Weise darum kümmern. Den Nephiten waren die Gebote des Herrn nicht ins Herz geschrieben, das heißt, sie haben sich um sie nicht gekümmert, ja vielleicht sogar aus ihrem Gedächtnis verdrängt, was dazu führte, dass sie alles taten, was den Weisungen des Herrn widersprach, aber Satan gefiel. Ich bin dankbar, dass in meinem Herzen das Gesetz des Herrn festgeschrieben ist. Ich bin in der glücklichen Lage, das Gesetz kennen zu dürfen und daran zu arbeiten, es mehr und mehr in meinem Leben anzuwenden (Römer 2:13). Dadurch erkenne ich in der Tat, dass Gottes Gesetz uns freimacht, frei von den Ketten Satans (Römer 8:2), in die er uns allzu gerne legen möchte, damit wir genauso elend werden würden, wie er es ist: ausgestoßen aus des Vaters Reich, als Sohn Gottes enterbt (2. Nephi 2:18,27). Was unternimmst du, damit die Gebote des Herrn in dein Herz geschrieben sind?

ins herz geschrieben

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Er sprach mit Macht und Vollmacht von Gott

Tagtäglich werden wir mehr oder weniger erfolgreich durch die `Macht des Wortes´ darin beeinflusst, wie wir denken und handeln, was wir wahrnehmen und woran wir uns erinnern. Denk nur mal an die Bemühungen des Handels, die Aufmerksamkeit des Verbrauchers auf ein bestimmtes Produkt zu lenken und in ihm den Wunsch zu wecken, es besitzen zu müssen. In der Politik wird die Macht des Wortes ebenso eingesetzt.

Beim Propheten Abinadi liegt der Fall etwas anders: „Und er sprach mit Macht und Vollmacht von Gott; und er fuhr mit seinen Worten fort, …“ (Mosia 13:6).

Er sprach mit Macht und Vollmacht von Gott. Wenn Propheten mit Macht und Vollmacht sprechen, so geht es darum, die so angesprochenen dazu zu bewegen, sich die Worte zu Herzen zu nehmen, darüber nachzusinnen und sie aus freien Stücken in richtiges Handeln umzusetzen. Allerdings ist der Beweggrund des Herrn ein anderer als der von Menschen. Der Herr verfolgt mit den Worten, die er Propheten mit `Macht und Vollmacht´ sprechen lässt, das Ziel, Menschen so zu fördern, dass sie sich erfolgreich auf eine höhere Daseinsebene vorbereiten können – auf das ewige Leben in seiner Gegenwart, verbunden mit dem Antreten eines göttlichen Erbes (Mosia 15:11). Ich habe mir angewöhnt, auf diese mit `Macht und Vollmacht Gottes´ gesprochenen Worte zu achten und sie zu befolgen. Ich bin darin noch nicht vollkommen, aber ich strebe danach. Wie gehst du mit Worten um, die von Propheten Gottes mit Macht und Vollmacht gesprochen werden? Wenn du möchtest, lies auch die Ansprache von Elder Robert D. Hales: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“ (hier).

macht und vollmacht

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Sein Gesicht leuchtete mit überaus starkem Glanz

In der Werbung wird potenziellen Kundinnen versprochen, dass ihre gestresste Haut mit ein paar wenigen Frischekicks ihr Gesicht wieder strahlen lassen würde. Das strahlende Gesicht des Propheten Abinadi hat aber eine ganz andere Ursache: „Nun begab es sich: Nachdem Abinadi diese Worte gesprochen hatte, wagte das Volk König Noas nicht, Hand an ihn zu legen, denn der Geist des Herrn war auf ihm; und sein Gesicht leuchtete mit überaus starkem Glanz wie das des Mose, als er auf dem Berg Sinai war, als er mit dem Herrn sprach.“ (Mosia 13:5).

Hast du schon mal ohne Sonnenschutzcreme dein Gesicht etwas zu lange der Sonnenstrahlung ausgesetzt? Wenn du dann in den Spiegel geschaut hast, wird dich wohl auch ein strahlendes Gesicht angeschaut haben. Wenn Strahlung auf einen Körper einwirkt, wird sie absorbiert, ein Teil davon aber auch wieder abgestrahlt. Genauso ist es, wenn man aufgrund entsprechender Vorbereitung seitens Gottes, sich in seiner Gegenwart aufhalten darf. Dieses Strahlen zeigte sich eben bei Abinadi, Mose (Exodus 34:29-35) und anderen Propheten.

Sein Gesicht leuchtete mit überaus starkem Glanz. Der damalige zweite Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft der Kirche, James E. Faust, erzählte von den Bedingungen, die die Kirche einhalten sollte, wenn sie in Jerusalem das `Zentrum der Brigham-Young-Universität für Nahoststudien´ einrichten würde: sie dürfe nicht missionieren. Die Kirchenführer akzeptierten diese Bedingung und man hielt sich auch daran. Präsident Faust: „Nachdem der Vertrag unterzeichnet war, stellte einer unserer Freunde diese scharfsinnige Frage: „Wir wissen schon, dass Sie nicht missionieren werden, aber was wollen Sie denn gegen das Leuchten in ihren Augen unternehmen?“ Er sprach von unseren Studenten, die in Israel studierten.“ Die ganze Rede, „Das Leuchten in ihren Augen“, gehalten in der Oktober-Generalkonferenz 2005, kannst du hier nachlesen. Ich bemühe mich aufgrund meiner ganz persönlichen Bindung zu unserem liebenden Vater im Himmel und seinem Sohn, und der darin begründeten Anstrengungen, mein Handeln seinem Vorbild anzunähern, auch ein klein wenig seines Lichtes in meinem Angesicht leuchten zu lassen. Was machst du, um ein solches Strahlen in deinem Gesicht zu haben?

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(Quelle)

Darum wird Gott nicht zulassen, dass ich zu dieser Zeit vernichtet werde

Nachdem die Nephiten mit ihrem König Noah wegen der Wahrheiten über ihre Unzucht, die ihnen der Prophet aufgezeigt hatte, zornig waren, wollten sie Abinadi töten (Mosia 13:1). Folgendes trug sich dabei zu: „Und sie traten vor und versuchten, Hand an ihn zu legen; aber er widerstand ihnen und sprach zu ihnen: 3  Rührt mich nicht an, denn Gott wird euch schlagen, wenn ihr Hand an mich legt; denn ich habe die Botschaft, die zu überbringen der Herr mich gesandt hat, noch nicht überbracht; ich habe euch auch das noch nicht gesagt, was zu sagen ihr mich gebeten habt; darum wird Gott nicht zulassen, dass ich zu dieser Zeit vernichtet werde, 4  sondern ich muss die Gebote erfüllen, womit Gott mir geboten hat. Und weil ich euch die Wahrheit gesagt habe, seid ihr zornig auf mich. Und weiter, weil ich das Wort Gottes gesprochen habe, habt ihr über mich geurteilt, ich sei verrückt.“ (Mosia 13:2-4).

Ich denke in diesem Zusammenhang an den Auftrag, den der Herr dem Jona gab, den Bewohnern der Stadt Ninive, die am Tigris gelegene Hauptstadt des Assyrerreiches (705 v. Chr. bis 612 v. Chr.), das Strafgericht des Herrn wegen ihrer Schlechtigkeit anzukündigen (Jona 1:1-2). Jona hatte davor wohl mächtige Angst und wollte in einem Schiff nach Tarschich (wohl eine spanische Stadt) vor dem Auftrag fliehen (Jona 1:3). Bei der Überfahrt kam ein starker Sturm auf, der das Schiff zu zerstören drohte und er bekannte vor der Mannschaft, dass er für den Sturm der Grund sei und sie sollten ihn ins Meer werfen, damit es sich beruhige und sie nicht zu Schaden kämen (Joana 1:12-13). Ein großer Fisch verschlang ihn. Jona bereute sein Verhalten und der Herr ließ den Fisch ihn an Land speien (Jona 2:1-11) und gab Jona erneut den Auftrag nach Ninive zu gehen (Jona 3:1-2). Die Stadt durchstreifend verkündete er offenbar einen Tag lang nur folgenden Satz: „Noch vierzig Tage und Ninive ist zerstört!“ (Jona 3:4). Die Menschen kehrten um (Jona 3:5) und der Herr verschonte sie (Jona 3:10).

Darum wird Gott nicht zulassen, dass ich zu dieser Zeit vernichtet werde. Der Herr trägt immer Sorge dafür, dass sein Wort, welches für seine Kinder vonnöten ist, auch an sie gelangt. Auch Joseph Smith, dem Propheten der Wiederherstellung, konnte, trotz vieler früherer Versuche ihn zu töten, das Leben erst genommen werden, nachdem er den Auftrag des Herrn erfüllt hatte. „Im März 1844: In einer Versammlung mit den Zwölf Aposteln und anderen gibt er den Zwölf den Auftrag, die Kirche im Falle seines Todes zu leiten, und erklärt, dass er ihnen alle dafür erforderlichen Verordnungen, Vollmachten und Schlüssel übertragen hat. Am 7. Juni 1844: Gemeinsam mit seinem Bruder Hyrum wird er im Gefängnis von Carthage in Illinois ermordet.“ (Joseph Smiths Leben: Historischer Überblick). So sorgt der Herr stets dafür, dass jeder Prophet solange am Leben bleibt, bis dieser seinen ihm zugedachten Auftrag ganz erfüllt hat. Welche Gedanken beschäftigen dich in Bezug auf diese Sache?

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Jonas Transportmittel zurück ans Land (Quelle)

Wenn ihr die Gebote Gottes haltet, werdet ihr errettet werden

Nachdem Abinadi das Volk unter König Noa fragte, ob die Errettung durch das Gesetz des Mose kommen würde und sie geantwortet haben, dass dies so sei (Mosia 12:31-32), sprach er zu ihnen: „… Ich weiß, wenn ihr die Gebote Gottes haltet, werdet ihr errettet werden; ja, wenn ihr die Gebote haltet, die der Herr auf dem Berg Sinai dem Mose gegeben hat, nämlich:“ (Mosia 12:33).

Wenn ihr die Gebote Gottes haltet, werdet ihr errettet werden. Der Herr hieß Mose, das Volk an den Berg Sinai zu bringen, es sollte aber nicht den Berg betreten, nur Mose mit seinem Bruder Aaron (Exodus 19:16-24). Welche Gebote hat der Herr dem Volk Israel auf dem Berg Sinai gegeben? Es waren die Zehn Gebote (Exodus 20:1-17). Abinadi sagte den Nephiten unter König Noa, wenn sie diese halten würden, dann würden sie errettet werden, so wie es der Herr Israel bestätigt hat (Exodus 19: 5-6). Diese zehn Gebote des Herrn, als nur ein bestimmter Teil des Gesetzes des Mose (siehe hier), sind heute immer noch in Kraft und ich weiß, dass seine Verheißung an das Volk Israel auch auf uns heute zutrifft, das wenn sie und der neue Bund (siehe hier) in unser Herz geschrieben sind (Hebräer 10:16), und wir sie halten, wir auch errettet werden würden, genauso wie es Abinadi den Nephiten verheißen hat. Wie stehst du zu dem Gesetz des Mose und insbesondere zu dem Teil, der die Zehn Gebote umfasst?

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Das Volk Israel am Fuße des Berges Sinai (Quelle)