Um sich selbst und seine Frauen und seine Nebenfrauen zu erhalten

Mormon berichtet uns, wofür Noa, der Nachfolger seines Vaters im Königsamt, die erhobenen Steuern verprasste: „Und all dies nahm er, um sich selbst und seine Frauen und seine Nebenfrauen zu erhalten, dazu auch seine Priester und deren Frauen und Nebenfrauen; so hatte er die Angelegenheiten des Reiches verändert.“ (Mosia 11:4).

Im Gegensatz zum Volk Israel zuzeiten des Alten Testamentes hat der Herr den Nephiten nicht erlaubt, Frauen und Nebenfrauen zu haben. Noa verstieß also gegen ein Gebot des Herrn, indem er einführte, dass er und seine selbst ernannten Priester mehrere Frauen und auch noch Nebenfrauen haben durften. Bruce R. McConkie erklärt uns: Eine Nebenfrau wurde im Alten Testament als Ehefrau zweiten Ranges angesehen. Sie hatte im damaligen Kastensystem nicht den gleichen Stand wie die Frauen, die nicht als Nebenfrauen galten. (Bruce R. McConkie, Mormon Doctrine, 2. Auflage, 1966, Seite 154). Nebenfrauen genossen den vollen Schutz wie die Ehefrau und stellten keinen Verstoß gegen das Gesetz der Keuschheit dar, sofern die Ehe vom Herrn gebilligt war (LuB 132:34-43).

Um sich selbst und seine Frauen und seine Nebenfrauen zu erhalten. Zuzeiten des Buches Mormon wurden Nebenfrauen vom Herrn nicht gebilligt (Jakob 2:27).Uns heute hat der Herr den Männern auch nicht erlaubt mehrere Frauen zu ehelichen und nirgends hat er erwähnt, dass eine Ehe aus gleichgeschlechtlichen Partnern besteht. Der Herr erlässt Gebote so, wie er sie für unseren Fortschritt auf Erden für notwendig erachtet. Und so kann er selbstredend auch gebieten, das sein Volk zu bestimmter Zeit die Mehrehe praktizieren soll (Jakob 2:30). In der Gründungszeit der Kirche wurde Joseph Smith geboten die Mehrehe einzuführen und später wurde dieses Gebot wieder aufgehoben (Ausführliches findest du hier). Für mich steht außer Frage: Der Herr erlässt Gebote zum Nutzen derer, für die sie bestimmt sind, und er hebt sie auch wieder auf, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben. Auch in der Welt werden Gesetze den Umständen entsprechend erlassen oder aufgehoben. Wie ist deine Ansicht hierzu?

ehe

(Quelle)

Er erhob eine Steuer von einem Fünftel all dessen, was sie besaßen

Wenn der Bürger das Wort Finanzamt und Steuern hört, dann kommen meist keine guten Empfindungen hoch. Geht doch der Staat mit einigen dieser Gelder unsachgemäß um, schmeißt sie zum Fenster raus. So titelt die Wirtschafts Woche: „Leuchtende Gullydeckel für 10.000 Euro, eine Friedhofs-App für 548.000 Euro und eine mindestens 850.000 Euro teure Weinlounge: Der Bund könnte Milliarden sparen, wenn unsinnige Subventionen wegfielen.“ (Quelle)

Mormon berichtet uns, welche Steuerlast König Noa seinem Volke aufbürdete: „Und er erhob eine Steuer von einem Fünftel all dessen, was sie besaßen, ein Fünftel ihres Goldes und ihres Silbers und ein Fünftel ihres Siffs und ihres Kupfers und ihres Messings und ihres Eisens und ein Fünftel ihres Mastviehs und auch ein Fünftel all ihres Getreides.“ (Mosia 11:3).

Er erhob eine Steuer von einem Fünftel all dessen, was sie besaßen. Wofür wohl (klären wir morgen)? Steuern sind erforderlich, um einen Staat am Leben zu erhalten. Solange sie gerecht sind und deren Gelder zum Wohle des Volkes eingesetzt werden, wird auch fast jeder bereit sein, sie zu entrichten. Leider gibt es zu viel Ungerechtigkeit. Die einzigen Steuern, die ich ohne einen Zweifel daran, dass mit ihnen Schindluder getrieben wird, entrichte, ist mein `Zehnter´, den ich dem Herrn entrichte, wie er es schon vorzeiten geboten hat (Maleachi 3:10), indem ich ihn an die Kirche abtrete, so wie es schon Abraham im Alten Testament tat ( Genesis 14:19-20; mehr siehe hier). Vom Herrn habe ich alles und er fordert nun von dem, was sowieso ihm gehört, ein Zehntel. Wenn ich ihm dieses Zehntel gebe, segnet er mich wieder und ich stehe erneut in seiner Schuld … Was sind deine Empfindungen zu diesem Gesetz des Herren?

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Steuergelder zum Fenster rausgeworfen (Quelle)

Er veranlasste sein Volk, Sünde zu begehen

Bist du schon mal von jemandem animiert worden, anderen einen Streich zu spielen, z. B. in einem Hochhaus `Klingelputz´ zu machen, Klingeln zu betätigen, ohne überhaupt die Absicht zu haben diejenigen zu besuchen? Derjenige hat dich angestiftet und Anstiftung ist nach deutschem Strafrecht bei Vorsatz ein Straftatbestand. Derjenige wird nämlich genauso bestraft wie der Täter selber (§ 26 StGB).

Der neue König der Nephiten im Land Lehi-Nephi und Schilom (Mosia 9:6), Noa, war ein solcher Anstifter. Vorsätzlich stiftete er Mitglieder seines Volkes an, Sünde aller Art zu begehen.: „Denn siehe, er hielt die Gebote Gottes nicht, sondern er wandelte nach den Wünschen seines eigenen Herzens. Und er hatte viele Frauen und Nebenfrauen. Und er veranlasste sein Volk, Sünde zu begehen und das zu tun, was in den Augen des Herrn ein Greuel ist. Ja, und sie begingen Hurerei und allerart Schlechtigkeit.“ (Mosia 11:2).

Als derjenige, der der Anstiftung nachgibt, werde ich mich nicht damit rausreden können, dass ja der Gedanke von jemand anderem kam. Ich denke an die Situation, in der sich Adam damit herausredet, dass seine Frau ihn anstiftete, von der verbotenen Frucht zu essen und die wiederum die Schuld der Schlange zuschob (Köstliche Perle Mose 4:17-19). Keiner der Beteiligten kam straflos davon (Köstliche Perle Mose 4:20-25).

Er veranlasste sein Volk, Sünde zu begehen. Leider haben wir es auch heute noch mit Menschen in verantwortlichen Positionen zu tun, die sich selber die Finger nicht schmutzig machen wollen und andere zu Untaten anstiften. Ich muss also auf der Hut sein und mich nicht anstiften lassen. Die Kraft mich von Satan oder seinen Engeln nicht anstiften zu lassen, bekomme ich durch das eifrige Studium der Heiligen Schriften und der Worte lebender Propheten und Apostel und Siebziger und sonstiger berufener Diener des Herrn. Sie stiften mich an, Gutes zu tun, rechtschaffen zu leben (beispielhaft unser kürzlich verstorbener Apostel Richard G. Scott (1918-2015): „Die Macht der Rechtschaffenheit“). Dadurch, dass ich mich von ihnen anstiften lasse, habe ich ein reines Gewissen und somit ein sanftes Ruhekissen. Wie verhältst du dich bei Anstiftung?

anstiftung

Ich liebe Anstiften – wenn es um Rechtschaffenheit geht (Quelle)

Er wandelte nach den Wünschen seines eigenen Herzens

Nachdem Zeniff in das Alter kam, in dem er in den Ruhestand gehen konnte, übertrug er sein Königsamt auf seinen Sohn Noah (Mosia 10:22). Dieser hielt sich, entgegen dem Vorbild seines Vaters, aber nicht an den Herrn (Mosia 11:1): „Denn siehe, er hielt die Gebote Gottes nicht, sondern er wandelte nach den Wünschen seines eigenen Herzens. Und er hatte viele Frauen und Nebenfrauen. Und er veranlasste sein Volk, Sünde zu begehen und das zu tun, was in den Augen des Herrn ein Greuel ist. Ja, und sie begingen Hurerei und allerart Schlechtigkeit.“ (Mosia 11:2).

Der letzte Teil der Antwort König Friedrich II. (1712-1786; Preußen) auf die Frage, ob die römisch-katholischen Schulen wegen ihrer Unzuträglichkeit wieder abgeschafft werden sollten, wurde zu einem geflügelten Wort (der fett und unterstrichene Teil): „Die Religionen Müßen alle Tolleriret werden und Mus der Fiscal nuhr das Auge darauf haben das keine der anderen abruch Tuhe, den hier mus ein jeder nach Seiner Faßon Selich werden.“ Jeder soll nach seiner Façon selig werden.

Er wandelte nach den Wünschen seines eigenen Herzens. König Noa hatte eben seine ganz eigenen Herzenswünsche. Sie passten nicht mit den Wünschen des Herrn für uns Menschen überein, sondern mit den Wünschen Satans. Es waren fleischliche Begierden und sonstige Schlechtigkeiten. Ich bin bemüht, ständig aus den heiligen Schriften den Willen des Herrn in Bezug auf mich kennenzulernen und meine Herzenswünsche daraus abzuleiten und in rechtschaffenes Handeln umzusetzen (Matthäus 19:16-17). Das ist aber ein lebenslanger Prozess und nicht in ein paar Tagen oder Jahren abgehakt – jedenfalls bei mir. Woraus leitest du deine Herzenswünsche ab?

friedrich II

Zitat König Friedrich II (Quelle)

Feuerte ich sie an, mit aller Macht…

„1,2,3,4 dieses Spiel gewinnen wir! 5,6,7,8 die Gegner werden platt gemacht!“ Kennst du diesen oder ähnliche Sprüche? Sie sollen Teams anfeuern, alles zu geben und als Sieger aus dem Wettstreit hervorzugehen.

Auch Zeniff war in einer Situation, in der er die Kämpfer seines Volkes stärken wollte: „Und nachdem nun ich, Zeniff, meinem Volk dies alles über die Lamaniten erzählt hatte, feuerte ich sie an, mit aller Macht in den Kampf zu ziehen und ihr Vertrauen in den Herrn zu setzen; darum fochten wir mit ihnen von Angesicht zu Angesicht.“ (Mosia 10:19).

Feuerte ich sie an, mit aller Macht in den Kampf zu ziehen und ihr Vertrauen in den Herrn zu setzen. Auch wir leben in einer Zeit, in der wir Anfeuerung gebrauchen können. Anfeuerung im Kampf gegen Satan und seine Engel, die uns ständig weismachen wollen, dass es besser ist Unrecht zu tun, anstatt den Bündnissen, die wir mit Gott geschlossen haben, treu zu bleiben.

Das Lied Nr. 166, im Gesangbuch der Kirche Jesus Christi der Heiligen der Letzten Tage, kann eine solche Anfeuerung für uns sein, für das Gute einzutreten (in Englisch: Klavier; Kinderchor; Version einer BYU-Studentin):

Treu in dem Glauben

  1. Soll die Jugend Zions zittern
    in dem Kampf um Licht und Recht?
    Wenn der Feind sich drohend nahet,
    weichen wir dann vom Gefecht?
    Nein!

[Chorus]

Treu in dem Glauben, den Eltern uns lehrten,
treu stets der Wahrheit, die Helden begehrten!
Gott zugewandt Aug, Herz und Hand,
standhaft und treu sei stets unser Stand!

  1. Will das Finstre uns verdunkeln
    reiner Wahrheit helles Licht.
    weichen wir als Kinder Gottes
    von dem ewgen Bunde nicht.
    Nein!

[Chorus]

  1. Wollt ihr Seligkeit erringen,
    folget dem, der Gutes schafft,
    wachet, betend, kämpfend, wirkend
    mit der Jugend Feuerkraft!
    Ja!

[Chorus]

  1. Unser Ziel und ständig Streben
    ist das Königreich des Herrn.
    Fest im Glauben wolln wir leben,
    uns von Sünde halten fern.
    Ja!

[Chorus]

Für den einen ist ein Lied Anfeuerung, für einen anderen eine besondere Schriftstelle, oder ein besonderes Wort eines lebenden Propheten (z. B. in der Generalkonferenz). Was nütz du um dich für das Gute anfeuern zu lassen?

anfeuern

(Quelle)

Darum haben sie einen ewigen Hass gegen die Kinder Nephi

Zeniff erklärt seinem Volk, den Nephiten, weshalb ihre Brüder, die Lamaniten, gegen sie so sind, wie sie sind: „Und so haben sie ihren Kindern beigebracht, dass sie sie hassen sollten und dass sie sie ermorden sollten und dass sie sie berauben und plündern und alles tun sollten, was sie tun konnten, um sie zu vernichten; darum haben sie einen ewigen Hass gegen die Kinder Nephi.“ (Mosia 10:17).

Hass ist laut Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe von Kirchner und Michaëlis „die leidenschaftliche Abneigung gegen das, was uns Unlust bereitet hat. Es gibt reaktiven Hass – z.B. aufgrund einer tiefen Verletzung, charakterbedingten Hass aufgrund der Persönlichkeitsstruktur sowie verschiebbaren Hass – er richtet sich nicht auf die Person, die ihn auslöst, sondern auf Personen, die als Sündenböcke herhalten müssen (Beispiel: Nationalsozialismus).

Darum haben sie einen ewigen Hass gegen die Kinder Nephi. Hast du auch schon mal eine sehr starke und tiefe Abneigung gegen Menschen oder bestimmte Zustände gehabt? Kann er überwunden werden? Mahatma Gandhi (1868-1941; indischer Rechtsanwalt, Widerstandskämpfer, Revolutionär, Publizist, Morallehrer, Asket und Pazifist) sagte: „Hass kann nur durch Liebe überwunden werden.“ Der Herr hat uns angewiesen „Euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen.“ (Lukas 6:27). Ich habe mir angewöhnt, den Herrn zu bitten, mir zu helfen, meine Einstellung zu diesem Menschen positiv zu verändern. Genauso habe ich aber auch für diese Person gebetet. Meine Einstellung hat sich dann auch verbessert, ich sehe die Person mit liebevolleren Augen, was aber nicht bedeutet, dass alles gut ist. Die Anstrengungen müssen offensichtlich anhalten. Wie gehst du damit um, wenn du gehasst wirst oder jemanden hasst (siehe Johannes 15:18)?

hass

(Quelle)

Seine Brüder waren zornig auf ihn, weil sie die Handlungsweise des Herrn nicht verstanden

Zeniff erklärt seinem Volk, wie es dazu kam, dass die Lamaniten den Nephiten gegenüber so feindselig gesinnt waren, und kommt dabei zurück auf deren Urväter Laman und Lemuel, wie sie sich gegenüber ihrem jüngeren Bruder Nephi verhalten hatten: „Und seine Brüder [Laman und Lemuel] waren zornig auf ihn [Nephi], weil sie [Laman und Lemuel] die Handlungsweise des Herrn nicht verstanden; sie [Laman und Lemuel] waren auch auf den Wassern zornig auf ihn [Nephi], weil sie [Laman und Lemuel] ihr Herz gegen den Herrn verhärteten.“ (Mosia 10:14; Erläuterungen in den eckigen Klammern von mir eingefügt).

Seine Brüder waren zornig auf ihn, weil sie die Handlungsweise des Herrn nicht verstanden. Wenn ich die Handlungsweise von jemandem nicht verstehe, sie geistig bzw. intuitiv nicht erfassen bzw. durchdringen kann, insbesondere, wenn sie sich gegen mich und meine Überzeugung richtet, kann es wohl leicht passieren, dass ich auf die betreffende Person zornig (stark verärgert, aufgebracht, wütend) werde. Daraus können aggressive, unkontrollierte Handlungen entstehen, die ich später zutiefst bereuen und mich in großes Unglück stürzen könnten, wie z.B. der Brudermord den Kain an Abel verübte (Genesis 4:5-8). Kain verstand die Handlungsweise des Herren nicht, dass er das Opfer seines Bruders annahm und das Seinige verwarf (Köstliche Perle Mose 5:38), denn er liebte Satan mehr als den Herrn (Köstliche Perle Mose 5:18). Deshalb warnt uns der Herr vor Zorn (Matthäus 5:22). Bin ich in einer Situation, die mich zornig machen könnte, versuche ich meine erste Reaktion zu unterdrücken, meine schlechten Gefühle zu dämpfen und meine Haltung zu den Umständen zu reflektieren, zu verstehen und mir zu sagen, dass ich derjenige bin, der bestimmt, wie ich reagiere und niemand anderer. Ich darf mir nicht von anderen mein Handeln aufzwingen lassen. Wie gehst du mit Zorn um?

zorn

(Quelle)

Weil Nephi im Halten der Gebote des Herrn treuer war

Die Lamaniten gaben ihren Nachkommen von Generation zu Generation falsche Ansichten weiter: „… sie hätten im Land ihres ersten Erbteils, nachdem sie das Meer überquert hatten [1. Nephi 18:23], Unrecht erlitten [1. Nephi 17:35]; und dies alles, weil Nephi im Halten der Gebote des Herrn treuer war –darum wurde er vom Herrn bevorzugt, denn der Herr vernahm seine Gebete und erhörte sie [1. Nephi 18:3], und er übernahm die Führung auf ihrer Reise in der Wildnis [1. Nephi 7:8,16-18; 1. Nephi 18:10].“ (Mosia 10:13; Schriftstellenverweise in eckigen Klammern von mir hinzugefügt).

Dies erinnert mich an eine ähnliche Begebenheit aus der Schrift:

  • Da sprach der Herr zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel?
    Sowohl Abel – der jüngere der beiden Brüder – (Abel: Windhauch, was auf die Hinfälligkeit und Kürze des Lebens hindeutet), als auch Kain (Kain: erwerben) brachten dem Herrn Opfer dar. Abels Opfer wurde vom Herrn wohlwollend aufgenommen, Kains dagegen nicht. Warum? Kain verwarf den Herrn (Köstliche Perle Mose 5:18), Abel aber handelte gottesfürchtig (Köstliche Perle Mose 5:26). Kains Reaktion: Brudermord aus niedrigen Beweggründen (Köstliche Perle Mose 5:29-33).

Weil Nephi im Halten der Gebote des Herrn treuer war. Ich lerne daraus, dass derjenige, der dem Herrn gegenüber gehorsam ist, im Endeffekt derjenige ist, der vom Herrn seinen Lohn empfängt anstatt von Luzifer, auch wenn es ihn ggf. sein irdisches Leben kostet. Aber besser das, als das ewige Leben in Gottes Gegenwart zu verlieren. Wie sind deine Erfahrungen bezüglich dem Einen oder Anderen gegenüber treuer zu sein und welche Folgen haben sich aus deiner Entscheidung bisher ergeben? Willst du wissen, welche Lehren wir aus der Begebenheit von Kain und Abel ziehen können, dann lies hier weiter (Englisch).

Italian Baroque Painting of the Killing of Abel and the Banishment of Cain --- Image by © Geoffrey Clements/CORBIS  ORG XMIT: 12873731

Italian Baroque Painting of the Killing of Abel and the Banishment of Cain — Image by © Geoffrey Clements/CORBIS ORG XMIT: 12873731

(Quelle)

Sie waren ein wildes und grausames und ein blutdürstiges Volk

Im Archiv für Geographie, Historie, Staats- und Kriegskunst, Band 4 habe ich Folgendes gefunden: „Die Kleinrussischen Kosaken (in der Ukraine) nähren sich vom Ackerbau und Viehzucht, mitunter aber auch vom Rauben und Plündern. … Man darf sie nicht mit den Japorogischen Kosaken verwechseln, welche ein wildes, grausames, räuberisches und blutdürstiges Volk sind, die schreckliche Schandtaten an ihren Nachbarn verübten, Weiber und Kinder ermordeten, und daher unter Catharina II. zu Tausenden hingerichtet und mit dem Andenken ihres Nahmens gänzlich ausgerottet wurden.“ (Quelle).

Zeniff berichtet über die Lamaniten, ihre Nachbarn: „Sie waren ein wildes und grausames und ein blutdürstiges Volk, das an die Überlieferung seiner Väter glaubte, und zwar—sie glaubten, sie seien wegen der Übeltaten ihrer Väter aus dem Land Jerusalem verjagt worden, und sie hätten in der Wildnis von ihren Brüdern Unrecht erlitten, und sie hätten auch während der Überquerung des Meeres Unrecht erlitten;“ (Mosia 10:12).

Immer wieder stoßen wir in der Menschheitsgeschichte auf solche Völker, die ihren Mitmenschen nicht gerade wohlgesonnen waren und sind. Zeniff gibt in seinem Fall auch noch Gründe an, warum dieses Volk sich so entwickelt hat.

Sie glaubten an die Überlieferungen ihrer Väter:

  • sie glaubten, sie seien wegen der Übeltaten ihrer Väter aus dem Land Jerusalem verjagt worden (1. Nephi 17:20)
  • sie hätten in der Wildnis von ihren Brüdern Unrecht erlitten (1. Nephi 17:17-19)
  • sie hätten auch während der Überquerung des Meeres Unrecht erlitten (1. Nephi 18:11-13).

Sie waren ein wildes und grausames und ein blutdürstiges Volk. Auch heutzutage haben wir leider solche Völker auf Erden und wir fühlen uns von ihnen bedroht und versuchen uns vor ihren Untaten zu schützen. Leider ist das eine Spirale, die kein Ende hat: „Gewalt erzeugt Gegengewalt“ oder „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“ Momentan hat da nur Gott die Macht diese Spirale zu durchbrechen und so bitte ich tagtäglich in meinen Gebeten um seine Hilfe, dass doch Frieden unter den Menschen einkehren möge; aber nicht mein Wille geschehe, sondern Seiner. Ich kann dennoch in meinem Umfeld versuchen so zu leben, dass ich „Friedensstifter“ bin. Was sind deine Gedanken zu diesem Problem?

wie man in den wald hineinruft

Ich hab nur „Hirsch“ in den Wald hineingerufen. (Quelle)